Portrait

Ein Lübecker für Lübecks Interessen

Seit dem Jahr 2000 vertrete ich Lübecker Interessen im schleswig-holsteinischen Landtag. 

Mein Wahlkreis umfasst die Stadtteile Travemünde, Schlutup, Kücknitz und den größten Teil von St. Gertrud.

Ich kenne diese Stadtteile seit meiner Kindheit.

 

In Lübeck als Linkshänder geboren und aufgewachsen, als kleiner Junge von meinem Fußballtrainer beim TSV Schlutup als Linksaußen eingesetzt - schon das setzte vielleicht erste Zeichen!

 

Maßgeblicher für mich ist jedoch, dass ich aus den oft genannten „kleinen Verhältnissen“ stamme und im roten Jahrzehnt dieser Republik, den 70er Jahren, groß geworden bin. Schon als Zwölfjähriger habe ich 1972 nicht nur Willy Brandt in der Hansehalle gesehen und gehört, sondern hatte auch – statt Rockstars – ein Willy-Brandt-Plakat überm Bett hängen.

Verbunden mit dem Interesse an Geschichte ergab sich für mich eigentlich nur den einen Weg in die Politik.

Meine politische Arbeit begann mit meiner Ausbildung. Erst Mitglied der Gewerkschaft ÖTV, dann der Partei, der SPD. Meine Juso-Zeit war nicht so berühmt. Anderes Engagement in verschiedenen Initiativen fand ich viel spannender. Dabei habe ich viele andere Organisationen und Arbeitsstile kennen gelernt.

Wichtig war für mich die Arbeit in einer Chile-Initiative nach dem Militärputsch 1973. Ende der siebziger Jahre waren wir stolz, endlich einen Asylbewerber und seine Familie in Lübeck zu haben. Diese Kontakte, auch bei internationalen Jugendtreffen, haben meine Offenheit zur Vielfalt der poltischen Meinungen gestärkt. Anderswo musste man mit Bestrafung für politische Arbeit rechnen. Oder man musste sogar lernen mit dem Gewehr zu argumentieren.

Ich bin froh, dass ich mir das erspart geblieben ist. Ich habe meinen Zivildienst im Alten- und Pflegeheim am Behnckenhof geleistet.

Ich lernte aber auch Asylbewerber aus dem Iran kennen, die aus der Armee im Iran / Irak-Krieg geflohen sind. Und das waren fast alle iranische Konstitutionalisten, also Schah-Anhänger, und beileibe keine Prügel- oder Jubelperser. Es war eine gute Erfahrung, sich mit politisch ganz anders Denkenden intensiv auszutauschen.

Mein Schwerpunkt war in jungen Jahren aber die Gewerkschaftsarbeit. Ich habe dort viele Funktionen wahrgenommen. Später stieg ich nach und nach mehr in die Parteiarbeit ein.

Nach dem Studium auf dem zweiten Bildungsweg arbeitete ich in der Innenbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Dort habe ich die Themen der inneren Sicherheit hautnah kennen lernen dürfen: von der Personalbemessung bei der Feuerwehr bis zu Fragen des Polizeirechts. Und ich halte es nach wie vor für richtig, dass Sozialdemokraten dieses Politikfeld nicht den Rechten überlassen, sondern versuchen hier Bürgerrechte und Sicherheitsbedürfnisse in Gleichklang zu bringen.

1992 wurde ich Geschäftsführer der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Der Fraktionsvorsitzende Dietrich Szameit gab mir die Freiheit, ein politischer Geschäftsführer zu sein. Ich habe in dieser Zeit viele Funktionen und der Partei übernommen und auch einige Kämpfe geführt. Geblieben ist aus dieser Zeit meine Hochachtung für diejenigen, die ehrenamtlich Kommunalpolitik gestalten, sie leisten eine großartige Arbeit. Und die schönste Kritik an meiner Arbeit ist es, wenn ich mal wieder zu sehr an die Situation der kreisfreien Städte denke.

Soviel zur Vorgeschichte! Im Jahr 2000 erfolgte dann die Wahl in den Landtag.

Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Finanz- und der Innenpolitik.

Meine Freizeit verbringe ich gern mit meiner Frau in unserem Reihenhäuschen an der Vorrader Straße. Dort beschäftigt mich der kleine Garten ganz groß wie unsere Katzen Lucy und Sven. Ich lese gerne und viel – meist Bücher mit geschichtlichem Hintergrund oder die Comics aus Entenhausen – und freue mich, wenn ich mal Zeit zum Kochen habe, um Rezepte auszuprobieren.

19.01.2022 16:00
Dank an die Einsatzkräfte!.
Thomas Rother: Wir danken den Beamtinnen und Beamten für den vorbildlichen und deeskalierenden Einsatz bei der Begleitung der sogenannten "Corona-Spaziergänge". Den dabei im Einsatz verletzten Beamtinnen und Beamten wünschen wir schnelle und gute Besserung. Angesichts der aktuell hohen Belastung der Einsatzkräfte ist besonders zu würdigen, dass seitens der Einsatzkräfte kontinuierlich ein abwägendes Vorgehen und eine klare Ansprache der Versammlungsteilnehmer*innen erfolgt."

Sandra Redmann & Kai Vogel: "Auch wer sich rechtskonform verhält, verhält sich nicht unbedingt clever. Dieses Eingeständnis erwarten wir von Wirtschaftsminister Buchholz. Natürlich durfte bereits mit den Erdarbeiten begonnen werden. Aber die Kompensation der Riffe, die ein hochkomplexes Ökosystem und dadurch von großem Wert sind, ist nach wie vor Teil der juristischen Auseinandersetzung und birgt eine besondere Brisanz."

Özlem Ünsal: Die Mieten steigen in Schleswig-Holstein - insbesondere in den Ballungsgebieten - deutlich stärker als die Inflation oder die Löhne und Gehälter. Marktanspannung und Versorgungsengpässe treffen inzwischen auch unsere mittleren Einkommensgruppen hart. Hinzu kommt ein rasanter Wegfall von Sozialbindungen, der den Spielraum für eine aktive Belegungspolitik unserer Kommunen im Land drastisch einschränkt.

Martin Habersaat: Unter Virologen wird derzeit darüber debattiert, welche Rolle die Schulen unter den Bedingungen der besonders ansteckenden Omikron-Variante als Pandemie-Treiber spielen.

Martin Habersaat: Derzeit hängt es noch immer vom Zufall hab, ob und welche digitalen Angebote Schülerinnen und Schüler vorfinden. Hat der Schulträger sich gekümmert? Haben engagierte Kolleg*innen ein Konzept für die Schule erstellt und umgesetzt?