Wiedereröffnung der Synagoge

Veröffentlicht am 12.08.2021 in Pressemitteilungen

Thomas Rother vor der Lübecker Synagoge

Mit der Wiedereröffnung der Synagoge in der Annen-Straße findet in Lübeck ein ganz besonderer Höhepunkt des Festjahrs 1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland statt. „Die Lübecker Synagoge steht symptomatisch für das Schicksal der Juden in unserer Stadt“, so Thomas Rother. 

Die gemeinsame Geschichte Lübecks und des Judentums ist vergleichsweise kurz, und auch die Synagoge ist ein relativ junger Bau. Erst im 17. Jahrhundert wurde Juden die Ansiedlung in der Stadt gestattet, noch nach dem Wiener Kongress 1814 wurden die Juden auf Anweisung des Rats wieder aus der Stadt vertrieben und mussten im Ghetto in Moisling vor den Toren leben. Erst 1880, vor etwas über 140 Jahren, konnte die Synagoge das erste Mal eingeweiht werden – auf demselben Grundstück, das die Gemeinde bereits 1812 besessen hatte und für die Errichtung einer Synagoge vorgesehen hatte. Knapp 60 Jahre später war die Synagoge bereits wieder von den Nazis zerstört und unter Zwang an die Stadt zurückverkauft worden. 

Doch schon 1945 wurde sie wieder von Juden, die die Shoah überlebt hatten, genutzt. Ein echter Frieden trat jedoch nicht ein. Bereits 1947 wurde der Moislinger Friedhof das erste Mal nach dem Krieg geschändet, im Mai desselben Jahres wurden vor der Synagoge antisemitische Parolen gerufen. Die Synagoge und mit ihr die Gemeinde blieben auch später gefährdet, es gab Anschläge auf die Synagoge, bis heute steht sie unter strengem Polizeischutz.
„Umso bemerkenswerter ist es, dass dennoch Juden in der Stadt geblieben sind und es vor allem durch Zuwanderung heute wieder jüdisches Leben in der Stadt gibt,“ so Thomas Rother. „Denn trotz allem war die Synagoge immer ein lebendiges Gemeindezentrum und ein Ort der Begegnung. Heute erstrahlt sie wieder in altem Glanz. Ihre umgestaltete Fassade und die fehlende Kuppel sind sichtbare Spuren der Vergangenheit, was Mahnung für uns alle ist.“ Die jüdische Gemeinde in der Stadt zu fördern und zu schützen ist für alle Lübecker eine Verpflichtung, die Wiedereröffnung der Synagoge als Zentrum einer lebendigen Gemeinde zeigt, dass nun ein neues Kapitel deutsch-jüdischer Beziehungen in Lübeck aufgeschlagen ist; so Thomas Rother, der allen Unterstützern und Förderern dankt, die die Sanierung möglich erst gemacht haben

 

Thomas Hölck, Kirsten Eickhoff-Weber, Thomas Rother, Kerstin Metzner, Wolfgang Baasch: Wir fordern die Landesregierung auf, die zusätzlichen Kosten für die Realisierung des Großprojekts Trave-Campus sicherzustellen. Die bisher zugesagten 38,25 Mio. Euro sind deutlich zu wenig.

Kai Vogel: Der Regelfall muss natürlich sein, dass alle Kinder und Jugendlichen eine Regelschule besuchen. Das wird sich nicht in jedem einzelnen Fall sofort umsetzen lassen. Ein erheblicher Teil von ihnen wird im sogenannten "anderweitigen Unterricht" in den Erziehungshilfeeinrichtungen beschult. Das ist besser als nichts, aber auch nicht der bestmögliche Fall.

Serpil Midyatli: Wir haben gelernt, vorsichtig mit Vorhersagen zu sein, aber die Gefahr eines heißen Herbstes steht im Raum.

Kai Vogel: Zu den besonderen Hobbys der Landesregierung gehört es, dass immer wieder eine neue Kampagne gestartet wird, ohne die vorhergehende überhaupt wahrnehmbar angefangen oder abgeschlossen zu haben. Da hatten wir 2019 das "Jahr der politischen Bildung". Das einzig Wahrnehmbare waren hier die DialogP-Veranstaltungen, die aber immer noch weiterlaufen.

Kai Vogel: Nachdem der Minister bereits im Jahr 2019 angekündigt hatte, dass die Verkehrssicherheit ein Schwerpunkt sein solle, bin ich zumindest schon einmal erfreut, dass zwei Jahre später dieser Wunsch endlich bis zu einer Landtagsrede aufgestiegen ist. Denn an Taten für Verkehrssicherheit war Ihr Wirken bisher wirklich übersichtlich.