In Gesetzesform gegossene Misstrauenserklärung gegenüber allen Migrant*innen

Veröffentlicht am 05.05.2021 in Pressemitteilungen

Thomas Rother Fotografie: Philip Häniche

Thomas Rother: Ferner halten die Regierungsfraktionen an ihrer Forderung nach einem generellen Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung fest. Diese kann nicht anders verstanden werden als eine in Gesetzesform gegossene Misstrauenserklärung gegenüber allen Migrantinnen und Migranten. Solche Unterstellungen schaffen kein gegenseitiges Vertrauen, sondern spalten unsere Gesellschaft.

Zur heutigen Abstimmung im Innen- und Rechtsausschuss über das Integrations- und Teilhabegesetz erklärt der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Rother:

„Trotz der in der Anhörung geäußerten Kritik an dem Entwurf eines Gesetzes zur Integration und Teilhabe der Landesregierung haben die regierungstragenden Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit ihrem Abstimmungsverhalten in der heutigen Sitzung des Innen- und Rechtsausschusses eine große Chance vertan, die Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund effektiv zu fördern und die bestehenden Strukturen in Schleswig-Holstein nachhaltig zu verändern. So bleibt die finanzielle Förderung der unabhängigen Migrationsberatung in Schleswig-Holstein weiterhin vage. Ferner halten die Regierungsfraktionen an ihrer Forderung nach einem generellen Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung fest. Diese kann nicht anders verstanden werden als eine in Gesetzesform gegossene Misstrauenserklärung gegenüber allen Migrantinnen und Migranten. Solche Unterstellungen schaffen kein gegenseitiges Vertrauen, sondern spalten unsere Gesellschaft. Überdies stimmte die Jamaika-Koalition gegen eine stärkere Öffnung der Landesverwaltung für Migrantinnen und Migranten, obwohl schon der jüngst vorgelegte Personalstruktur- und Personalmanagementbericht der Landesregierung offenbart, dass der Anteil von Bewerbungen und Einstellungen von Menschen mit Migrationshintergrund auf Ausbildungs- und Arbeitsstellen im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren nicht wesentlich erhöht werden konnte. Bloße Beteuerungen und leere Versprechungen sind einfach nicht genug – doch für Taten fehlt den regierungstragenden Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP der politische Wille. Die SPD-Fraktion hatte hierfür konkrete Vorschläge unterbreitet.”

 

19.01.2022 16:00
Dank an die Einsatzkräfte!.
Thomas Rother: Wir danken den Beamtinnen und Beamten für den vorbildlichen und deeskalierenden Einsatz bei der Begleitung der sogenannten "Corona-Spaziergänge". Den dabei im Einsatz verletzten Beamtinnen und Beamten wünschen wir schnelle und gute Besserung. Angesichts der aktuell hohen Belastung der Einsatzkräfte ist besonders zu würdigen, dass seitens der Einsatzkräfte kontinuierlich ein abwägendes Vorgehen und eine klare Ansprache der Versammlungsteilnehmer*innen erfolgt."

Sandra Redmann & Kai Vogel: "Auch wer sich rechtskonform verhält, verhält sich nicht unbedingt clever. Dieses Eingeständnis erwarten wir von Wirtschaftsminister Buchholz. Natürlich durfte bereits mit den Erdarbeiten begonnen werden. Aber die Kompensation der Riffe, die ein hochkomplexes Ökosystem und dadurch von großem Wert sind, ist nach wie vor Teil der juristischen Auseinandersetzung und birgt eine besondere Brisanz."

Özlem Ünsal: Die Mieten steigen in Schleswig-Holstein - insbesondere in den Ballungsgebieten - deutlich stärker als die Inflation oder die Löhne und Gehälter. Marktanspannung und Versorgungsengpässe treffen inzwischen auch unsere mittleren Einkommensgruppen hart. Hinzu kommt ein rasanter Wegfall von Sozialbindungen, der den Spielraum für eine aktive Belegungspolitik unserer Kommunen im Land drastisch einschränkt.

Martin Habersaat: Unter Virologen wird derzeit darüber debattiert, welche Rolle die Schulen unter den Bedingungen der besonders ansteckenden Omikron-Variante als Pandemie-Treiber spielen.

Martin Habersaat: Derzeit hängt es noch immer vom Zufall hab, ob und welche digitalen Angebote Schülerinnen und Schüler vorfinden. Hat der Schulträger sich gekümmert? Haben engagierte Kolleg*innen ein Konzept für die Schule erstellt und umgesetzt?